BRILLENFRÄULEIN

Weinfässer, Kaffee und Fräulein on tour: opti 2017

Seit wann haben Weinfässer Brillenform? Wie kommt der Kaffee in die Fassung? Und was hat Harry Potter mit all dem zu tun?

Antworten darauf habe ich in München gefunden, graue Kiesel als Souvenir mitgebracht und den Januar 2018 schon jetzt türkis markiert.

Spektakuläres Blogger Spectacle

Angefangen hat meine Reise zur opti 2017 mit einem Telefonanruf im Spätsommer 2016. Und einer nachfolgenden wilden Hopserei meinerseits.

opti 2017

„Hier, Brillenfräulein, wie wär’s, Ende Januar: Blogger-Event auf der opti. Kommste?“* Klar komm ich. Brillenmesse, Bayernhauptstadt, Bold Hotel, Bloggertreffen, Brillenfräulein. Bingo!

*Anruf von der Redakteurin ähnlich nachgestellt

Zackzack war es Januar und Fräulein mit Brille saß im Zug nach Bayern. Hey, Landeshauptstadt: Ihr habt es übrigens ein bisschen zu gut gemeint mit Eurem Streugut. Ich habe heute noch graues Kieselzeug in den Schuhen. Und bergeweise Brilleneindrücke im Herzen.

Fresh back, Flashback

Frisch zurück eines Sonntagabends Ende Januar habe ich sofortigst handschriftlich notiert, was brillenmäßig los war in München – und nun, endlich, finally, es wurde auch Zeit, in virtuelle Form gebracht. Was habe ich gesehen und gehört, wen habe ich getroffen, was getestet? Und vor allem: Warum kann ich zwei Anrufe nicht erwarten? Lest ihr alles hier.

Gesehen: gefühlte eine Milliarde Brillen (später gibt’s eine Galerie voller Impressionen) und eine Million Messestände, tausende Menschen und mindestens ein Modell, an dem ich wohl nicht vorbeikommen werde. Na gut, zwei. Eher drei. Obwohl, eigentlich vier. Hmm.

Dieter Funk und Dr. Patrik Hof, Funk Eyewear auf der opti 2017
Dr. Patrik Hof, Dieter Funk (v. l.)
Sashee Schuster mit ihrer Kollektion bei Funk Eyewear - opti 2017
Sashee Schuster mit ihrer Kollektion

Getroffen: Dieter Funk und Sashee Schuster, zwei wunderwunderwunderbar kreative Menschen, verantwortlich für die schönsten und am wunderbarsten konzeptionierten Brillen der Welt. Sashee Schuster hat Kaffee in eine Brille gebannt, und hallo, wenn ich in meinem Fräuleinleben noch irgendeine Brille neu in meinen Fundus aufnehme und mir auf die Nase setze, dann ja wohl eine KAFFEEBRILLE. (Hier lautes Kreischquietschen denken) Neben Kaffee gibt es auch Wildkräuter und Wiesenblumen, Federn und Frühlingslaub, Mate-Tee und Teufelszwirn und am liebsten hätte ich sie ALLE. Sashee, wie wär’s? Als Botschafterin für Deine Werke?

Funk Eyewear Sashee Schuster Kaffee - opti 2017 mit dem Brillenfräulein
Kaffeebrille von Sashee Schuster

Sashee Schuster und Sandra Walzer mit Kaffeebrille von Funk Eyewear - opti 2017

Sashee Schuster und Sandra Walzer alias Brillenfräulein auf der opti 2017

Getroffen, II: Herrn (und Dame) vonikke, die TEF-Crew (The Eyewear Forum und hey, warum kannte ich Euch noch nicht? Es war und ist mir ein Fest!) und noch mehr überaus sympathische Bloggerkolleginnen und -kollegen (darüber muss ich unbedingt mal ausführlicher berichten, es lohnt sich, die alle kennenzulernen), Jason Kirk von Kirk & Kirk mit den buntesten Brillen überhaupt (Jason, Spoiler: Brillenfräulein goes international! Your idea triggered something biiig and I’ll have to make an announcement soon, clap clap!), Beate Gabelt von Sziols Sportbrillen (welch cleveres System!). Außerdem: leider nicht alle, die ich gern getroffen hätte. Uff.

Kirk & Kirk orange – opti 2017 mit dem Brillenfräulein
Kirk & Kirk

Kirk & Kirk und Sandra Walzer – opti 2017 mit dem Brillenfräulein

Getrunken: hervorragenden Kaffee (Ich lobe das, Mister Organisator), zwei Capri-Sonne und viel zu wenig Wasser.

Gegessen: einen Messe-Apfel, leckeres Brot, Eintopf, Rettungsschokolade am Stand von Götti (Danke! Dieser Energieschub war nötig.) und Schmackhaftes aus dem Glas beim abendlichen Nach-der-Messe-Event mit den Bloggern und dem Styleclicker Gunnar, der uns während der gesamten opti mit Kamera & Co. begleitet hat.

Styleclicker Gunnar Hämmerle - Sandra Walzer - opti 2017
Foto: Styleclicker, www.styleclicker.net // Brillenmodell: Andy Wolf

Gegeben: alles. Und mein Voting beim Blogger Spectacle, dem Award für den Newcomer des Jahres. Unzählige Visitenkarten an Blogger, Redakteure, Designer und Hersteller. Zwei Interviews, eins davon live und in Farbe auf dem opti Forum nach Vergabe des Blogger Spectacle. Es war mir eine Ehre. Und nein, ich schaue tatsächlich nicht nach, wie viele Leser mein Blog hat. Ich habe das ernst gemeint, als ich sagte, „und wenn es nur eine Leserin ist, die aber Spaß hat an meinen Artikeln, dann macht mich das glücklich.“

Außerdem: mein Herz an Jason Kirk, Dieter Funk und Sashee Schuster, die so voller Begeisterung und Leidenschaft für das sind, was sie tun. Mir geht das Herz auf.

(In diesem Video versteckt sich übrigens der Harry-Potter-Bezug)

Gewonnen: hat den Award beim Blogger Spectacle Lool Eyewear, und das verdient. Die Jungs aus Spanien verstehen es, mit einem an sich simplen Basiskonzept alles andere als simple Brillen zu kreieren. Sehr grafisch, sehr futuristisch und deshalb wirklich neu. Allein dafür geht der Preis an die Richtigen. Der Blogger Spectacle 2017 ist Euer. Funktioniert hat das Ganze übrigens wie eine Art Speed-Dating: 16 opti Boxen, in denen sich 16 Brillen-Manufakturen Marke „hip, cool, trendy“ und ihr Favoriten-Modell in jeweils 180 Sekunden uns Bloggern vorstellen konnten. Danach ging’s zur Abstimmung, und da hatte lool die Nase vorn. Auch, wenn ich es Bariqule und auch allen anderen ebenso gegönnt hätte.

opti Boxes auf der opti 2017 – Brillenfräulein on tour

lool Eyewear gewinnt den Blogger Spectacle award auf der opti 2017

lool - Entstehung des Logos - opti 2017

Gelernt: Brillenputztücher haben nicht mehr Mikroformat, sind aber immer noch aus Mikrofaser. Ich begrüße das, winke mit zwei neuen monströs großen Tüchern im Fräulein’schen Brillenhaushalt und kriege die Gläser endlich trocken (denn wir wissen ja: putzen immer nur mit Wasser) und streifenfrei sauber. Makrotücherformat sei Dank.

Gemerkt: Sziols Sportbrillen, im doppelten Sinn. Gemerkt, weil ich auf dieses clevere Prinzip garantiert noch einmal zurückkomme. Und gemerkt, wie wichtig eine wirklich gut sitzende Sportbrille ist. Durchdacht von A bis Z und mir von Sziols-Chefin Beate Gabelt höchstpersönlich vorgestellt. Barriqule, ein Kandidat für den Blogger Spectacle aus den opti Boxen. Die Verbindung von Wein und Brille hat bei mir natürlich offene Türen eingerannt, habe ich doch als Fräulein Ideenfinderin schon viele viele Jahre mit Wein, Winzern und Weingütern zu tun. Bügel aus Holz (Barriquefass, aha! Wir kommen dem Namen auf die Spur; die Herren nennen das „handmade in winery“), Rahmen aus im matten Look und teils in Weinfarben („berry shades“), raw material, craftmanship, recycled oak temples from barrels, kurz: Brillen aus Weinfässern, quasi. Mein Herz jauchzt.

Ausgewogene Formen, die alles andere als langweilig sind … schön. Das hat auf Anhieb gepasst, Barriqule und ich, so gut, dass ich eins der hübschen Stücke entführen durfte für ein kurzes filmisches Festhalten der opti 2017. Si, prego, und eine Flasche Wein gab’s auch noch. Mille grazie!

Barriqule auf der opti 2017 - Brillenfräulein
Barriqule

Barriqule mit Weinflaschen-Deko auf der opti 2017

Barriqule auf der opti 2017 - Brillenfräulein

Geschenkt: den halben Sonn- und den ganzen Montag. Sicher, die Messezeit ging wie im Flug vorbei. Dennoch war der mittägliche Zug eine gute Entscheidung, und es ging bequem im Shuttle wieder rückwärts gen U-Bahn und Hbf. Servus München, tschüs opti. Der Koffer war voller als auf dem Hinweg, der Kopf auch, und das ist fein so.

Gelaufen: 26,02 Kilometer durch die insgesamt vier Messehallen, die Münchner Innenstadt, diverse U- und S-Bahnhöfe, eine kleine Runde um den Starnberger See. Am Messesamstagvormittag während der „opti Walk & Blog-Tour“ zu den opti Boxen mit den Top Ten Designern, die sich vor der Messe mit ihren Fassungsneuheiten beworben und von unserer Blogger-Runde (bestehend aus rund 20 Bloggern der Eyewear- und Fashion-Szene und ja, das klingt schon irgendwie echt schräg) gewählt wurden.

Gemocht: ein kleines Messe-Goodie, das mich jauchzen ließ – Büroklammern in Brillenform. Weiter: Eine Idee von Jason Kirk, die ich wohl in nicht allzu ferner Zukunft in die Tat umsetzen werden. Die Dame, die mein Brillenkleid gegen ihr Outfit tauschen wollte (ich habe trotzdem nein gesagt). Das Zuhause fürs Messewochenende, denn das Bold Hotel lag nicht nur super zentral, sondern ist genau nach meinem Geschmack gestaltet und eine überaus nette Unterkunft.

Bold Hotel München Lindwurmstraße - opti 2017

Bold Hotel München Lindwurmstraße - opti 2017

Bold Hotel München Lindwurmstraße - opti 2017

Getragen: etwas von KBL, über das ich nichts sagen darf, jedenfalls noch nicht, Kaleos Eyehunters, sol sol ito, besagtes Sashee-Schuster-Dieter-Funk-Original mit Kaffee in der Fassung, was mich wiederum echt um Fassung ringen ließ (siehe oben, Kaffee! In einer Brille! Haltet mich!), außerdem schweres Gepäck mit Kamera, Weinflasche von Bariqule, Eye Opener Tasse von der opti und was man eben den Tag über so mit sich herumschleppt, um alles in jedweder Form festzuhalten.

opti 2017 Eye Opener - Brillenfräulein

Geknickst: Danke an Dr. Patrik Hof und sein Team, die ein feines Event großartig organisiert haben, an den Busfahrer, der zwar grummelte, dann aber doch halten konnte, an Gunnar alias Styleclicker, seine charmante Begleitung und seine Fotos und Filme, an die Herzen an der Kaffeebar, die sich über den nicht zu spülenden Löffel immer so gefreut haben.

Ach so, ihr wartet noch auf die zwei Anrufe?

Ich auch. Einer kommt von KBL, die mir die Verfügbarkeit eines ganz besonderen Highlights in diesem Jahr hoffentlich rechtzeitig ankündigen. Und einer kommt von Dieter Funk, der Ähnliches tut und auf den ich mich ganz besonders freue. Es wird schwarz und rund und gut, gell, Dieter?

Weil ich diesen kreativen Typen von der ersten Livesekunde an ins Herz geschlossen habe, werde ich bald die Reise nach Kinsau antreten. Und ich nehme euch alle mit. Versprochen. Auf der opti wart ihr ja jetzt auch.

opti 2017 in sehr kurz:

Gelaufen

Gesehen

Genossen

Gekauft

 

opti 2017 in sehr vielen Bildern:

Comments (7)

  1. Wäre dieses Jahr gerne bei der Opti dabei gewesen. Bin gerade erst auf diesen Blog aufmerksam geworden und finde den Inhalt unterhaltsam und zugleich informativ.
    Mach weiter so 🙂

    • Ich gebe mein Bestes, danke 😉 Und hey, die nächste opti ist ja gefühlt schon fast in den Startlöchern. Das geht doch immer so wahnsinnig schnell …

  2. Hey meine liebe,
    ja es war uns eine Ehre dich auf dem KBL Eyewear Stand während der OPTI 2017 getroffen und gesprochen zu haben. Ich halte dich persönlich bzgl. unserem „Top Secret“ auf dem laufenden ;).
    Ganz liebe Grüße
    Ralph Albrecht
    KBL Eyewear
    @kbleyewear #kbleyewear

  3. Uiiii, da neide ich aber ein bisschen ob dieser Möglichkeit, neueste Modelle in dieser Vielfalt ausprobieren zu können. Aber hey, du passt da hin wie die Faust‘ äh, die Brille aufs Aug‘! Ich komme gerade von einer Optikerin in Speyer, brillenhammer, die mir ebenso begeistert von der Messe erzählte. Hab‘ mir mein Wunschmodell schon ausgesucht und das neue Gesetz zur Gläsererstattung kommt gerade recht (danke für deinen Hinweis dazu auf Fb, sehr wertvoll!). Bis dahin warte ich noch mit meiner Bestellung. Wir können dann gern – mit neuem Modell – unseren Beitrag noch mal machen oder abändern. 🙂 Dann hab‘ ich sowieso noch ein schöneres Modell, hehe. Wegen der Reichweite des Blogs: Du machst das mit Leidenschaft, das ist klar. Ich persönlich kann jedoch auch die Unternehmen verstehen, die – solltest du an Kooperationen interessiert sein – die Zahlen wissen wollen. Sie haben ja sonst (noch) nichts, an dem sie sich messen können.

    • Ja oh ja, ich hab zwar, Du wirst es nicht glauben, unseren Beitrag sogar in Arbeit (Asche auf mein Haupt), aber klar, neu sehr sehr gern! Bin gespannt auf Deine Wahl. Und die Reichweiten kenne ich – theoretisch –, hatte aber vor der opti keinen Blick mehr rein geworfen. Ich weiß schon. Leider.

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